Gemessen an der Einwohnerzahl, gibt es in Oberfranken die meisten Bäckereinen und Konditoreien, die meisten Metzgereien und Brauereien der Welt.
Münchberg gilt nicht nur aufgrund der zentralen Lage als das „Tor zur Genussregion Oberfranken“. Die kulinarische Vielfalt der Genussregion ist auch in unserer GenussStadt verankert. Hinter den regionalen Produkten stehen zumeist Familienbetriebe, die ihr Wissen um deren Zubereitung und Rezeptur bis heute von Generation zu Generation weitergeben. Dem ist es zu verdanken, dass die Spezialitäten und Rezepturen bis heute erhalten geblieben sind.
„Gutes bewahren und Neues entdecken“ – so lautet zum Beispiel das Motto von Fickenschers Backhaus bereits seit über 300 Jahren. Nach deren Reinheitsgebot gebacken, aus natürlichen Rohstoffen und mit Liebe hergestellt, gibt es Geschmack wie zu Großmutters Zeiten. Das Backhaus sagt „Nein“ zu Fertigbackmischungen. Hier wird Wert gelegt auf hauseigene, überlieferte Rezepturen und Einbezug regionaler Rohstoffe.
Unfiltrierten Biergenuss erlebt man im Hopfenhäusla. Hier gibt es neu interpretierte, moderne aber auch traditionelle Biersorten, gebraut in Münchberg! Jeden Monat bietet Janes Reith eine neue Kreation und damit ein Geschmackserlebnis.
Auch bei der Metzgerei Lottes fängt die Qualität bei der Wahl des Fleisches an. Marco Neubauer arbeitet mit Bauernhöfen im Umkreis von 20 km.
Zahlreiche Produkte entstehen direkt vor Ort: Brot, Eier, Nudeln, Kartoffeln, Honig- und Wachsprodukte, Biere, Edelbrände und Feinkosterzeugnisse, Eis, Fleisch- und Wurstwaren – und darauf sind wir stolz!
Was hat es mit „KULCITY“ auf sich?
Alles begann im Jahr 2017, als das „Erfinderteam“ um Hanns Bergmann, Andreas Fickenscher und Tilman Held (von links) bei einer privaten Feier darüber grübelten, wie ihre Heimatstadt lebendiger und attraktiver gestaltet werden kann.
Münchbergs Aushängeschild war lange Zeit die Textilindustrie. Die schrittweise Verlagerung der Textilproduktion ins Ausland führte dazu, dass immer weniger Textilbetriebe in Münchberg heimisch sind. Die textile Vergangenheit wird Münchberg immer begleiten, jedoch galt es, die Stadt zukunftsfähig zu gestalten und Standortvorteile zu nutzen. Was der Stadt fehlte, ist eine Geschichte für die Zukunft, eine Story, die nachhaltig und authentisch ist, und die die Stadt in einem – auch für jüngere Generationen – attraktiven, wirtschaftlich erfolgversprechenden und überregionalen Licht erscheinen lässt.
Es geht um ein Projekt, das intrinsisch – aus der Stadt und der Region selbst heraus – erdacht, geplant, organisiert und umgesetzt wird. Dadurch soll die Strahlkraft und die Motivation von innen heraus erzeugt werden, was letztlich gebraucht wird, um die umfangreichen Maßnahmen auf vielen Schultern zu verteilen und sämtliche MünchbergerInnen und Interessierte mitzunehmen.
Hinter KULCITY steht also ein umfassendes Stadtprojekt, das die ansässigen Gewerbetreibenden sowie die Bevölkerung aktiv integriert und ihnen somit neue Chancen bietet.
Das Ziel ist es, die Innenstadt zu beleben, Leerstand zu vermeiden, Münchberg für die Ansiedlung neuer Unternehmen interessant zu machen. Der Weg dahin ist die Profilierung als GenussStadt, die nach außen wahrnehmbar werden soll.
Basierend auf dieser Idee wurde ein Arbeitskreis gegründet, der sich all diesen Themen verschrieben hat.
Aus den ersten Überlegungen entstand der Name, der später Programm wurde: KULCITY!
Im Jahr 2018/2019 wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um die Potenziale und Chancen der Stadt Münchberg herauszufiltern. Münchberg als größte Stadt im Hofer Landkreis punktet neben einem ansprechenden Ortskern vor allem durch die Anbindung an die Bundesautobahn A9, durch die Fachhochschule und eine sehr gute Versorgung in den Bereichen Bildung, Freizeit und Nahversorgung.
Die Stadt Münchberg hat 2013 im Stadtrat das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept beschlossen und seitdem erfolgreich an der Umsetzung gearbeitet. Eine Kernherausforderung war die Bekämpfung des Leerstandes im zentralen Versorgungsbereich, der insbesondere an der Lindenstraße, durch die markante Lage entlang der Pulschnitz, ins Auge fiel. Durch die städtebauliche Aufwertung dieser Achse zeugt dieser Bereich heute von hoher Aufenthaltsqualität und lädt zum Flanieren ein. Auch der Umbau der zentralen Verkehrsachse „Bahnhofstraße“ konnte nach längerer Bauzeit Mitte 2018 realisiert werden, was die Attraktivität des Stadtzentrums weiter positiv beeinflusst.
Die Stadt stand jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen. Der bislang markanteste zentrale Leerstand des ehemaligen Kaufhauses Götz ist, bis zur weiteren Umsetzung des neuen Konzeptes, einem Übergangsparkplatz gewichen. Der Innenstadthandel besaß nicht genug Eigenkraft zur Steigerung der Frequenz. Die touristische Funktion der Stadt war nicht ausreichend, um bestehenden und zukünftigen Beherbergungsbetrieben eine nachhaltige Bettenauslastung zu garantieren und die Aufenthaltsdauer der Gäste zu kurz, um effektiv in der Wirtschaft durchzuschlagen.
Gleichzeitig hat sich die Initiative der drei engagierten örtlichen Unternehmer gebildet, die mit ihrer Idee neues Leben in die Innenstadt von Münchberg bringen wollten.
Ob diese Idee erfolgversprechend sein kann, wurde 2018/2019 anhand einer Machbarkeitsstudie untersucht.
Durch das KULCITY-Projekt soll der Fokus der Stadt Münchberg auf Kulinarik und Kultur gelenkt werden.
Vor allem die Einzelhändler, Genusshandwerker und alle weiteren Genussbetriebe der Stadt und Umgebung sollen vom Projekt profitieren und dadurch das Einkaufen zu einem Erlebnis werden lassen.
Die Einführung in das neue Angebot soll im sog. „Genusshaisla“ stattfinden. Das Münchberger Fachwerkhaisla in der Bahnhofstraße soll als Informationszentrum dafür ausgebaut werden. Hier starten „Genussrundgänge“, den Besuchern werden Informationen zu Münchberg und der Genussregion Oberfranken präsentiert und es werden lokale Spezialitäten hervorgehoben.
In das Projekt müssen möglichst viele MünchbergerInnen und Interessierte einbezogen werden. Jeder kann ein Teil von KULCITY werden.
Basierend auf einer gründlichen Analyse der Angebote und Potentiale sowie mehreren Workshops mit den beteiligten Unternehmern und Mitgliedern der Stadtverwaltung wurde von den Beratern eine übergeordneten Zielstellung entwickelt. Die Stadt Münchberg soll unter bestmöglicher Einbindung der lokalen Akteure zu einem Ort zum Begehen, Staunen, Erholen, Genießen und Lernen entwickelt werden.
Ziel der skizzierten Erlebnisbausteine und –inhalte ist es, bestehende Potentiale (z.B. Kunden, Besucher aus der Region) besser abzuschöpfen, neue Potentialquellen zu erschließen, die Aufenthaltsdauer von Besuchern und Kunden in der Münchberger Innenstadt zu erhöhen und Leerstände in der Innenstadt wieder mit Leben zu füllen.
In der Folge steigen die Umsätze von Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie und das Angebot für Bürger und Besucher wird nachhaltig erweitert.
Mittelfristig wird Münchberg durch den Aufbau von Erlebnis-Angeboten zu einer kulinarisch und kulturell attraktiven Destination, eingebettet in eine Aktivurlaubsregion.
Stadtführungen (z.B. Genussführungen zu verschiedenen Themen) | Einbindung und stärkere Bewerbung bestehender Freizeitangebote, Feste und Märkte | Schauplatz Genussregion | Handwerk erleben (z.B. Bäckerei, Brennerei)
Spezielle Angebote für Durchreisende (Nutzung der Frequenzen der BAB 9) | Bierothek „So tanken die Franken | Auftritt von Gastköchen | Fokus auf regionale Lebensmittel und fränkische Spezialitäten (z.B. fränkische Tapas)
Verkauf von themennahen Produkten (online/offline), z.B. im Rahmen von Mustereinkaufsflächen/Showrooms | Fokus auf regionale Spezialitäten z.B. durch Kooperation lokaler Anbieter | Erhöhter Komfort durch Begleit-App
VHS-Seminare und Vorträge rund um die Themen Genuss, Ernährung, Lebensmittel und Kulinarik | Koch- und Backkurse | Museum rund um Kulinarik
Durch das KULCITY-Projekt soll der Fokus der Stadt Münchberg auf Kulinarik und Kultur gelenkt werden.
Vor allem die Einzelhändler, Genusshandwerker und alle weiteren Genussbetriebe der Stadt und Umgebung sollen vom Projekt profitieren und dadurch das Einkaufen zu einem Erlebnis werden lassen.
Die Einführung in das neue Angebot soll im sog. „Genusshaisla“ stattfinden. Das Münchberger Fachwerkhaisla in der Bahnhofstraße soll als Informationszentrum dafür ausgebaut werden. Hier starten „Genussrundgänge“, den Besuchern werden Informationen zu Münchberg und der Genussregion Oberfranken präsentiert und es werden lokale Spezialitäten hervorgehoben.
In das Projekt müssen möglichst viele MünchbergerInnen und Interessierte einbezogen werden. Jeder kann ein Teil von KULCITY werden.
Basierend auf einer gründlichen Analyse der Angebote und Potentiale sowie mehreren Workshops mit den beteiligten Unternehmern und Mitgliedern der Stadtverwaltung wurde von den Beratern eine übergeordneten Zielstellung entwickelt. Die Stadt Münchberg soll unter bestmöglicher Einbindung der lokalen Akteure zu einem Ort zum Begehen, Staunen, Erholen, Genießen und Lernen entwickelt werden.
Ziel der skizzierten Erlebnisbausteine und –inhalte ist es, bestehende Potentiale (z.B. Kunden, Besucher aus der Region) besser abzuschöpfen, neue Potentialquellen zu erschließen, die Aufenthaltsdauer von Besuchern und Kunden in der Münchberger Innenstadt zu erhöhen und Leerstände in der Innenstadt wieder mit Leben zu füllen.
In der Folge steigen die Umsätze von Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie und das Angebot für Bürger und Besucher wird nachhaltig erweitert.
Mittelfristig wird Münchberg durch den Aufbau von Erlebnis-Angeboten zu einer kulinarisch und kulturell attraktiven Destination, eingebettet in eine Aktivurlaubsregion.